Jetzt in der Zeit von der Pandemie, wenn man in der Freiheit eingeschränkt ist, merkt man erst die offenen Grenzen innerhalb der EU richtig zu schätzen als sie noch offen waren. Grund genug mal zum Mittelpunkt der EU zu radeln.

 

Die Idee zum Mittelpunkt der EU zu radeln hatte ich schon im Jahr 2019. Schnell vor den BREXIT (wir vermissen Euch Briten, auch wenn ihr immer Quertreiber ward) noch mal zum Mittelpunkt radeln. Im Jahr 2019 war es eine richtige Tagesetappe, die man nur mit Rückfahrt per Zug schaffen konnte. Damals befand sich der Mittelpunkt in Westerngrund im Landkreis Aschaffenburg. Nach den Brexit wanderte der Mittelpunkt nach Gadheim bei Veitshöchheim. Eine Tagestour mit Hin- und Rückfahrt war nun möglich. Um das Risiko einer Ansteckung mit COVID zu minimieren, verkniff ich mir mit den Zug heimzufahren, was sonst bei mir immer die bevorzugte Heimkomm-Methode ist.

 

Tour zum Mittelpunkt der EU am 16.04.2019 bei Westerngrund

Die Tour habe ich zusammen mit meinen Patenkind Daniel unternommen. Zusammen radelten wir bei noch recht frischen Temperaturen durch den Steigerwald nach Ebrach.

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 Weiter ging es mit üblichen LKW-Stopp in Gerolzhofen nach Volkach. Übrigens LKW steht für Leberkäs-Weckla. Über den Main sind die Brücken knapp und die sonstigen Fähren sind nicht immer verfügbar. Daher die Wahl mit Volkach. Zudem ist der Blick über die Weinberge der Mainschleife einfach genial.

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An der Vogelsburg sind die Wetterkapriolen der letzten Jahrhunderte nachlesbar. Kalte und heiße, sowie trockene und feuchte Jahre gab es schon immer. Bloß nicht in der Häufigkeit, wie wir sie aktuell beobachten.

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Dann geht es rauf auf die Hochebene von Seligenstadt. Riesige Felder vom Gut Seligenstadt säumen den (Flurbereinigungs-) Weg.

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 Dann geht es weiter durch den Gramschatzer Wald. Der Name ist ein Begriff für diejenigen die öfters die A7 nach Norden fahren.

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 Bei Retzbach geht es erneut über den Main, den wir heute 3x überqueren.

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 Den Spessart überqueren wir über die Bayrische Schanz. Der Anstieg ist eigentlich ganz angenehm. Die Schweinebuckel danach waren da schon unangenehmer. Endlich erreichen wir dann unser Tagesziel den Mittelpunkt der EU bei Westerngrund. Zu unseren Erstauen steht auch ein Fahrzeug vom BR am Parkplatz. In wenigen Wochen sind Wahlen und da wird ein Politiker interviewt. Das Aufgeschau der Leute hat uns doch vergessen lassen ein Übersichtbild von der Örtlichkeit zu schießen. Daher haben wir neue einige wenige Detail-Aufnahmen zu bieten.

 

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Die Weiterfahrt ist entspannt. Wir liegen gut in der Zeit und wir peilen den letzten Bahnhof der Strecke Würzburg -Frankfurt an, wo noch das Bayernticket noch gilt. Ohne Umzusteigen kommen wir bis Bamberg. Hier muss man nur den Bahnsteig queren, um den Zug nach Erlangen zu bekommen. Für Daniel war es die bisher längste Tour seines Lebens.

 

Tour zum Mittelpunkt der EU am 10.05.2021 bei Gadheim

Das Wetter ist am Montag noch sonnig gemeldet, bevor der große Regen kommt. Eigentlich wollte ich in die Oberpfalz radeln, aber zum Glück prüfte ich die Windprognosen. Mit einer Tour nach Westen hätte ich früh Rückenwind. Mittags dreht der Wind und somit wieder Rückwind auf der Heimfahrt. Solche Wetterlagen gibt es nicht oft.

So radelt ich diesmal über das Tal der Reichen Ebrach über den Katzenberg nach Westen.

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Diesmal passierte ich Prichsenstadt (mit LKW-Stopp) auf den Weg nach Volkach.

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 In Volkach fiel mir die interessante Luftpumpe für uns Radler auf.

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Wieder ging es über dieselbe Brücke über den Main.

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Den Weinberg durchquerte ich diesmal einen Stock tiefer und kam somit nicht an der Vogelsburg vorbei.

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 Dafür ging erstmal runter nach Escherndorf, um gleich nochmal den Weinberg zu erklimmen.

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 Blick auf Escherndorf, die Mainschleife mit der Vogelsburg, Volkach und den Steigerwald im Hintergrund.

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Meist über Nebenwege erreichte ich mein Tagesziel der Mittelpuntk der EU bei Gadheim.

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 Völlig unspektakulär liegt der Mittelpunkt in der Landschaft. Immerhin sind die Wege alle asphaltiert.

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Auf den Rückweg ging es über den Barockgarten in Veitshhöcheim  und den Mainradweg entlang nach Würzburg. Noch besteht die Corona-Pandemie und eine Maskenpflicht auf der Brücke. Verzehr von Speisen und Getränke auf der Brücke sollen unterlassen werden. Vor Corona war es chic einen Wein auf der Brücke zu trinken. (Trinkt ein Obdachloser seinen Wein unter der Brücke ist es jedoch gar nicht chic - mag verstehen wer will. Auch in der Corona-Krise gibt es etliche Regeln, die ich ganz und gar nicht verstehe).

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 Ein solches Bild mit Maske werde hoffentlich nie mehr in Würzburg machen.

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 Wieder über den Mainradweg geht es mit Rückenwind nach Randersacker, wo die goldene Badewanne von Balthasar Neumann steht.

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 Gelb steht der Raps in der Blüte, dazu das satte Grün der Wiese. Solche Farben sieht man nur im Frühjahr. Für mich die beste Zeit im ganzen Jahr.

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 Zeitgenössische Kunst in Dettelbach.

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 In Abtswind steht am Tor noch folgende Zolltafel. Ein Glück das die Straßengebühren abgeschafft wurden, denn Rindviecher in den Autos gibt es heuzutage mehr als nötig und die dürften ganz schön blechen.

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 Nach Abtswind beginnt das Unvorhergesehene. Sowohl die Straße hoch nach Geiselwind ist gesperrt. Extra für die Radler stehen zusätzliche Tafeln, dass kein Durchkommen ist. Der Umweg über asphaltierte Straßen ist weit, da auch die Straße nach Untersambach gesperrt ist. Kurz entschlossen weiche ich auf Forststraßen aus. Teilweise grober Schotter lassen einen Slalom fahren. Zum Glück habe ich keine Panne und komme oben ohne Probleme an. Kurzerhand prüfe ich, ob wirklich keine Durchkommen möglich ist. Bald endet der Asphalt. Ich denke, die Forststraßen waren die bessere Alternative.

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Der Rückenwind pfeift nun so richtig und mit viel Schwung erreiche ich Schlüsselfeld, wo es der obligatorische Eis-Stopp wartet, bevor ich dann wieder nach Hause ankomme.

 

Ciao

Roland

 

 

Route vom Jahr 2019 zum EU-Mittelpunkt bei Westerngrund:

 

Route vom Jahr 2019 zum EU-Mittelpunkt bei Gadheim:

 

 

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